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Ayacucho

Ayacucho liegt im südlichen Teil des Landes, auf einer Höhe von 2761 Metern über dem Meeresspiegel, 570 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt, Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Einwohnerzahl: 147.000 Einwohner – Stand: 2005 - .

Der Name der Stadt wird auf die Quechua-Expression für Winkel der Toten zurückgeführt, was aber nicht gesichert ist.

Vom 5. bis zum 10. Jahrhundert war die Stadt Hauptstadt des Reiches der Wari, die als erste höhere Kultur im Andenraum als ein Vorgänger des Inka-Reichs bezeichnet wurde. Als San Juan de la Frontera de Huamanga wurde sie am 29. Januar 1539 von Francisco Pizzaro neugegründet.

1548 begann der Bau der Kirche Santo Domingo, die erste von 33 Kirchen, die aus historischer Zeit stammen, wofür die Stadt noch heute in Peru als Stadt der 33 Kirchen bezeichnet wird. Zu weiteren Kirchen gehören San Francisco, San Agustin, Santa Clara, die Jesuitenkirche und Santa Teresa. Die Prozessionen in der Karwoche gehören zu den wichtigsten ihrer Art weltweit. Ayacucho ist seit dem 20. Juli 1609 Sitz eines katholischen Bischofs, und seit 1966 Erzbistum. Die Region der Erzdiözese der Stadt ist in 24 Pfarreien gegliedert.

Die Universität von San Cristóbal de Huamanga wurde im Jahr 1677 in Ayacucho gegründet.

Unter Führung Antonio José de Sucres wurden die letzten spanischen Truppen in den südamerikanischen Kolonien am 9. Dezember 1824 in einer Sclacht in der Nähe von Ayacucho in der Pampa von Quinua von den Streitkräften Kolumbien und Perus geschlagen, woraufhin die Kapitulation von dem Vizekönig José de la Serna unterschrieben wurde. Dies führte zur Unabhängigkeit der meisten südamerikanischen Staaten.

Die Stadt wurde 1825 zu Ehren dieses Sieges umbenannt und bekam ihren aktuellen Namen.

Die Plaza de Armas in Ayacucho wird auch Plaza Sucre genannt, welcher von einer Reiterstatue herrührt, die den General José de Sucre präsentiert. Neben einigen Restaurants ist es insbesondere die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kathedrale erwähnenswert, die zweifellos zu den schönsten Kolonialbauten in den Anden gehört und die Stimmung des Hauptplatzes herrscht.

Ein farbenreiches Schauspiel stellt der Markt in der Stadt dar. Hier kann man die für Ayacucho kennzeichnenden Produkte, wie geschnitzte Alabasterfiguren, die Piedras de Huamanga, oder auch Altarkästchen oder die so genannten Retablos, erstehen.

In Ayacucho befindet sich an jeder Ecke eine Kirche. Einige davon sind auf jeden Fall einen Besuch wert, wie zum Beispiel Iglesia de la Compañía, La Catedral oder Iglesia de San Augustín.

Ca. 2 Kilometer vom Zentrum ist das Stadtviertel Santa Ana mit seinen engen Gässchen. Hier sind die Mauern der Häuser aus kunstvoll gemeißelten Steinen gebaut, in denen in erster Linie Decken, Ponchos, Teppiche und Pullover aus Schafswolle, Lama oder Alpaka gewebt werden.

Ayacucho hat ein relativ angenehm trockenes Klima, was für Reiseziele geeignet ist.

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