Juliaca liegt im Süden Perus, auf einer abflusslosen Hochebene, in einer Höhe von 3.825 m und beträgt eine Fläche von 533.47 km². Einwohnerzahl: 218.485 – Stand: 2005 - . Gleichzeitig ist sie Hauptstadt der Provinz San Román und zur gleichen Zeit die größte Stadt dieser Region.
Juliaca ist überregional berühmt für seine Textilwaren, und wird aus diesem Grunde „Stadt der Stricker“ (Ciudad Calcetera) genannt. Touristen besuchen die Stadt in erster Linie wegen der günstigen Textilprodukte (Hüte, Pullis,Taschen).
Darüber hinaus besitzt Juliaca mit Inca Manco Capac International Airport den einzigen Flughafen in der Region.
Die Einwohner der Stadt umschließt eine breite Spanne in Bezug auf das soziale und materielle Niveau. Die Bevölkerung ist eine Kombination aus Städtern und Landbevölkerung, hier gibt es fast keine Ausländer.
Die Umgebung der Stadt setzt sich in erster Linie aus Feldern (Gerste, Grünfutter für die Tiere, Kartoffeln, Weizen, Quinua) zusammen, sowie Weideflächen und Hügeln mit dem charakteristischen harten Gras. Es gibt wenig Bäume (wegen der Höhe), vor allem Collis, Eukalyptus und Pinien.
Die katholische Kirche hat in Peru seit der Okkupation durch die Spanier einen starken Einfluss in Bezug auf die Bräuche und religiösen Praktiken gewonnen. Leider sind die christlichen Glaubenshandlungen und Feste häufig mit animistischem und heidnischem Glauben bzw. Riten vermischt. Okkultismus, Wahrsagerei, Zauberei, usw. werden mehr oder weniger auf offener Straße getrieben.
Es gibt unterschiedliche evangelische Gemeinden verschiedener Denominationen (Erklärung für das deutschsprachige Gebiet: unter "evangelisch" versteht man nicht die uns bekannte gleichnamige Landeskirche, die hier (Ausnahme: Katholiken) nicht existiert, sondern in erster Linie das, was in Deutschland als Freikirchen bekannt ist). Seit einiger Zeit gibt es hier Bemühungen um mehr Kooperation und Einheitlichkeit in Form von regelmäßigen Planungs- und Gebetstsreffen der Pastorenallianz wie auch durch kollektive Aktivitäten. Im Jahr 2001 fand die offizielle Gründung der evangelischen Allianz Juliaca statt und ein Jahr später deren Legalisierung und Einschreibung im Register der Stadt. Diese evangelischen Gemeinden haben - abgesehen von wenigen Ausnahmen - meist wenige Mitglieder (15-80) und ihre Zunahme vollzieht sich, aus unterschiedlichen Gründen, nur sukzessiv. Die evangelischen Pastoren müssen hart arbeiten, häufig fehlen die notwendigen finanziellen Mittel. Weiter gibt es einen großen Bedarf, aber wenig Chancen für die Ausbildung von evangelischen Leitern und Mitarbeitern, um die Arbeit und Verantwortung zu verteilen. Gleichzeitig erhöht sich der Einfluss unterschiedlicher Sekten.