Lima befindet sich im Westen von Peru, am Río Rímac, zwischen den Ausläufern der Andenkordilleren und dem Pazifischen Ozean, auf einer Fläche von 2.672,28 km². Sie ist die Hauptstadt von Peru. Einwohnerzahl: 6.954.583 in der Stadt, 7.765.151 in der Metropolregion – Stand: 2005 - .
Lima ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und das wichtigste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Peru mit vielen Baudenkmälern, Hochschulen, Museen und Universitäten. Die Altstadt von Lima gehört seit 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Der Río Rímac ist für die Stadt von großer Bedeutung, da er der Stadt Trinkwasser aus reinem Gletscherwasser zuführt.
Der Großraum von Lima war bereits vor der Ankunft der Spanier die am dichtesten bewohnte Region der peruanischen Küste. Die Gründung von Lima fand am 18. Januar 1535 durch den spanischen Eroberer Francisco Pizzaro unter dem Namen Stadt der Könige (Ciudad de los Reyes) auf einer Eingeborenensiedlung am Südufer des Flusses Rimac statt. Die Stadt unterbrachte zuerst nur ein Dutzend Eroberer, und die Hausdächer wurden aus Schilf gemacht. Im Jahr 1542 wurde das Vizekönigreich Peru von Spaniern gegründet, welches Lima als Hauptstadt hatte.
Am 12. Mai 1551 erfolgte die Gründung der Universität San Marcos im Dominikanerkloster Nuestra Señora del Rosario, welche die erste Universität auf dem amerikanischen Kontinent war. Lima war über das 16. und 17. Jahrhundert der religiöse, wirtschaftliche und politische Mittelpunkt der spanischen Kolonien Südamerikas.
Im 18. Jahrhundert hat die Gründung des Neugranada und des Vizekönigreichs Río de la Plata die Stelle der Stadt geschwächt.
Während des Salpeterkriegs (1879-1883) wurde die Stadt von chilenischen Truppen besetzt und geplündert.
Der Abbau von Guano brachte der Stadt gegen Ende des 19. Jahrhunderts Reichtum und Wohlstand. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand dann noch ein Wachstumsschub statt.
Lima hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.
In der Altstadt von Lima gibt es zahlreiche sehenswerte Bauwerke. Zu diesen gehören unter anderem die Kathedrale, die zwischen 1535 und 1625 errichtet wurde, das Kloster und die Kirche von San Francisco, oder Santo Domingo, mit einer ausgezeichneten Hauptklausur.
In Lima gibt es Erbstücke auch aus der vorspanischen Zeit, die sich an der Pazifikküste und an den Ufern des Flusses Rimac befinden. Das bedeutendtse Erbstück ist das große Heiligtum von Pachacámac, welches zu Ehren des gleichnamigen Gottes errichtet wurde.
In der Stadt gibt es auch viele schöne Parks. Einer der berühmtesten Parks ist der Universitätspark.
Attraktiv ist auch Miraflores mit seinen gepflegten Gärten und Parkanlagen.
Interessant ist auch der Parque del Amor oder der Parque El Olivar in San Isidro mit seinen Olivenbäumen. Diese wurden damals im 15. Jahrhundert aus Spanien eingeführt.
Im Süden Limas gibt es das Vogelschutzgebiet Zona Reservada de los Pantanos de Villa.
Die schönen Strände der Costa Verde - Grüne Küste – warten mit Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten auf die Gäste.
In den Wintermonaten April bis November sind Naherholungsgebiete zwischen den Orten Chaclacayo und Chosica sehr beliebt.
Weitere Naherholungsgebiete gibt es im Bezirk Cieneguilla, im Tal des Flusses Lurín, mit Freizeitanlagen, Klubs und Reitmöglichkeiten.
Die Stadt ist auch der Platz mehrerer Veranstaltungen, die hier jährlich stattfinden.
Erwähnenswert sind auch die kulinarischen Spezialitäten, die vor allem im Süden der Stadt angeboten werden.
Lima ist das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes. Die Metropolregion Lima bildet mit rund 7.000 Betrieben den dominierenden Schwerpunkt der industriellen Entwicklung.
Zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen gehören die Bekleidungs- und Textilindustrie, sowie Nahrungs- und Genussmittel hergestellte Industrien. Darüber hinaus werden Fahrzeuge, Chemikalien, Erdöl- und Fischprodukte sowie Lederwaren erzeugt.
Limas Hafen in Callao gehört zu den wichtigsten Fischerei- und Handelshäfen von Südamerika. Von hier werden 75 % der Im- und Exporte von Peru bewältigt. Darüber hinaus verfügt er über ausgebreitete Kühlhaus-Kapazitäten und zahlreiche Trockendocks. Zu wichtigsten Exportgütern des Hafens zählen Baumwolle, Blei, Eisen, Erdöl, Kaffee, Kupfer, Silber, Zink und Zucker.
In Lima hat Sitz beinahe alle großen nationalen Konzerne, Banken und Versicherungen sowie die Bolsa de Valores de Lima, die Börse von Peru.
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