Die kleine Hafenstadt Pisco liegt im Süden Perus, sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und gehört zum Departement Ica. Einwohnerzahl: 53.857 – Stand: 2005 - .
Die Stadt war die Heimat der Paracas-Kultur, die eine vorkolumbische Kultur - 1300 v. Chr. bis 200 n. Chr. - ist. Im Paracas-Museum gibt es Funde aus dieser Zeit. Vor der Stadt befindet sich die Paracas-Bucht. Die Halbinsel Paracas liegt15 km südlich der Stadt. Pisco ist für Touristen wegen der nahegelegenen Islas Ballestas interessant, die ein reiches Tierleben hat. Halbinsel und Inseln bilden das Nationalreservat von Paracas. Hier gibt es auch auf einer vorgelagerten Insel den Candelabro de Paracas - Den Kerzenleuchter von Paracas – welcher ein in den Fels graviertes Bild ist, vergleichbar mit den Nazca-Linien, aber beachtlich jünger und kleiner. Er wurde vermutlich von Seefahrern als Orientierungszeichen zur Navigation verwendet. Das Erdbeben vom 15. August 2007 zerstörte 85% der Stadt. In der größten Kirche der Stadt, San Clemente, starben wenigstens 90 Personen. Allein die Kuppel und zwei Steinsäulen der Kirche blieben stehen. Die Stadt ist auch der Namensgeber des gleichnamigen Weinbrands. Jedoch wird dieses Destillat nicht in Pisco hergestellt. Der letzte Anlaufpunkt aller Piscogüter, die der Pazifikküste entlang kultiviert wurden, war der Hafen von Pisco, dann wurden sie nach Europa verschifft. Die Spanier nannten das Produkt „Pisco“, denn die Schiffe entluden dort das Destillat in Barrique-Fässern mit der Etikette „de Pisco“ - aus Pisco - .
Pisco besitzt einen Flughafen. Dieser wird von der peruanischen Armee verwendet. Er verfügt über eine Start- und Landebahn von etwa 3000 m Länge, die auch als Ausweichflughafen für Lima dient.
Sehenswert ist in der Stadt der Plaza de Armas oder die gelbe Iglesia de la Compana, die sich in der Av. San Francisco befindet. Eigenartig ist das Haus der Stadtverwaltung und die Fußgängerzone, die im Boulevard Comerico zu finden ist. Meist gibt es hier viel Gelegenheit, wodurch man sich mit der offenen Lebensart und dem Alltag der Peruaner anfreunden kann.